Das Grundgesetz sichert unsere Freiheit – online wie offline. Wir erklären die wichtigsten Artikel verständlich und zeigen, wo das Grundgesetz in unserer modernen Technikwelt eine Rolle spielt.
Als Auszubildende der Klassen BiF13A und BiF11A (Fachinformatiker für Systemintegration) am Berufskolleg Platz der Republik haben wir dieses Informationsportal entwickelt.
Wir möchten komplexe Gesetze verständlich aufbereiten. Da wir täglich mit IT-Systemen arbeiten, zeigen wir bei den Artikeln zusätzlich auf, wie Digitalisierung und Grundrechte miteinander verknüpft sind – zum Beispiel beim Schutz Ihrer persönlichen Daten.
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Hier erscheint die leicht verständliche Erklärung des ausgewählten Grundrechts sowie dessen Bedeutung im Alltag und in der IT.
Ausgewählte Artikel des Grundgesetzes mit praktischen Erklärungen.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Was bedeutet das? Jeder Mensch hat einen inhärenten Wert. Der Staat darf niemanden herabwürdigen, foltern oder willkürlich diskriminieren.
Websites, Software und behördliche Systeme müssen barrierefrei gestaltet sein. Niemand darf aufgrund seines Alters oder einer Behinderung von der digitalen Teilhabe ausgeschlossen werden.
„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt...“
Was bedeutet das? Sie dürfen Ihr Leben so leben und gestalten, wie Sie es möchten, solange Sie keinem anderen schaden. Dazu gehört auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Daraus leitet sich das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ab. Unternehmen und der Staat dürfen Ihre privaten Daten nicht einfach ohne Erlaubnis sammeln oder überwachen (Datenschutz).
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“
Was bedeutet das? Gesetze gelten für jeden gleichermaßen. Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, Sprache, Heimat oder Religion bevorzugt oder benachteiligt werden.
Wenn künstliche Intelligenzen (KI) oder Algorithmen z. B. bei Bewerbungen eingesetzt werden, müssen diese so programmiert sein, dass sie keine Gruppen diskriminieren.
„Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“
Was bedeutet das? Jeder darf glauben, was er will, oder sich auch gegen einen Glauben entscheiden. Niemand darf zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.
Die digitale Welt muss Räume bieten, in denen Menschen ihre Religion oder Weltanschauung frei und geschützt äußern können, ohne staatliche Repressionen befürchten zu müssen.
„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten... Eine Zensur findet nicht statt.“
Was bedeutet das? Sie dürfen Ihre ehrliche Meinung frei äußern, solange Sie keine Unwahrheiten (Verleumdung) verbreiten oder die persönliche Ehre anderer verletzen.
In sozialen Netzwerken darf der Staat keine pauschale Vorab-Zensur (wie automatische Uploadfilter) erzwingen, um freie Meinungen nicht fälschlicherweise zu blockieren.
„Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften... verpflichtet werden.“
Was bedeutet das? Regelt, wer im Verteidigungs- oder Spannungsfall herangezogen werden kann. Wer den Waffendienst verweigert, kann zu einem zivilen Ersatzdienst verpflichtet werden.
Im Ernstfall (z. B. bei schweren Cyberangriffen auf Krankenhäuser oder Stromnetze) können IT-Fachleute zur Abwehr von Gefahren und zum Schutz kritischer Infrastrukturen eingesetzt werden.
Warum das Grundgesetz unseren Alltag schützt.
Wer im Internet Kritik an Politikern übt, müsste mit Gefängnis rechnen. Webseiten und Foren würden staatlich kontrolliert und zensiert werden.
Menschen mit Behinderungen oder ältere Bürger könnten ohne rechtliche Konsequenzen von der Nutzung wichtiger Ämter und Dienste ausgeschlossen werden.
Arbeitgeber könnten Frauen oder bestimmte ethnische Gruppen ganz offiziell und ohne Begründung bei der Jobsuche benachteiligen.